High End Sammlerträume: Panerai Radiomir Replikat vertrauenswürdige Händler

Die Kampfschwimmer der deutschen und italienischen Marine verzichteten in den 1940er Jahren nur ungern auf ihre Panerai.
Kein Wunder: Sie war gegen Nässe immun und unter Wasser gut ablesbar.

Als Giovanni Panerai Radiomir Kampfschwimmeruhr Replik uhr in den 1850er Jahren in Florenz seinen Panerai Radiomir Kampfschwimmeruhr Replik Uhrenhandel eröffnete, war an den späteren Unternehmenserfolg als Militärausrüster und Kultmarke noch nicht zu denken. Den ersten Schritt zum heutigen Ruhm tat erst sein Enkel Guido Panerai, der 1910 einen Vertrag mit der italienischen Marine aushandelte. Fortan lieferte er dem Militär Ausrüstungsgegenstände mit fluoreszierender Leuchtmasse wie Kompasse oder Tiefenmesser. Die Leuchtmasse aus Zinksulfat und Radiumbromid ließ Panerai unter dem Namen „Radiomir“ patentieren, der sich viel später auch für die zugehörigen Armbanduhren etablierte. Der Begriff verbindet die italienischen Wörter „radio“ (Radium) und „mira“ (Visier).

Panerai Radiomir

1936 entstand die erste Radiomir. Sie besaß ein 47 Millimeter großes Stahlgehäuse und ein sogenanntes California-Zifferblatt mit teils arabischen, teils römischen Ziffern. Die Uhr wurde von Rolex geliefert und war im Grunde eine überdimensionierte Oyster mit den entsprechenden Dichtungen zum Schutz vor Wassereinbruch. Ein angemessen großes Werk produzierte Rolex allerdings zu diesem Zeitpunkt nicht selbst und nutzte deshalb ein im eigenen Haus überarbeitetes 16-liniges Rohwerk der Firma Cortébert.

Die abgebildete Radiomir aus dem Jahr 1944, die vier arabische Ziffern und acht Stundenstriche trägt, wurde in den Officine Panerai („Panerai-Werkstätten“) montiert, die die Uhrenproduktion schon kurz nach den ersten Rolex-Lieferungen selbst übernahmen. Das Werk stammte allerdings immer noch von Rolex beziehungsweise Cortébert: Es handelt sich um das Handaufzugskaliber 618 mit 17 Lagersteinen, vernickelten Oberflächen und breiten Genfer Streifen auf den Brücken. Goldchatons auf der zentralen Brücke tragen ebenso zur ansprechenden Gestaltung bei wie Schneckenschliffe auf den Aufzugsrädern und eine große Schraubenunruh. Letztere besitzt zwei Schenkel und ist wie das daneben liegende Ankerrad in einem Rubindeckstein gelagert. Die Unruh oszilliert an ihrer Breguet-Spirale mit 18.000 Halbschwingungen pro Stunde; zur Feinstellung muss ein langer Rückerzeiger auf einer Skala von F für „Fast“ bis S für „Slow“ verschoben werden.

Untergebracht ist das Brückenwerk im selben Stahlgehäuse, das auch die erste Radiomir aus dem Jahr 1936 beherbergte. Die kissenförmige Schale besitzt eine Seitenlänge von 47 Millimetern sowie die typischen angeschweißten Drahtbügel zur Aufnahme des Lederarmbands. In den Vollgewindeboden wurden laienhaft die Initialen des Besitzers – nachweislich ein deutscher Kampfschwimmer namens Bernhard Dornsiepen – und die Jahreszahlen 1944 und 1945 sowie die Begriffe „Marine“ und „Kampf-Schwimmer“ geritzt. Die Gravuren sind heute noch klar zu erkennen.

 

Ihren Ursprung fand die Uhrenmanufaktur Officine Panerai mit der Gründung eines Uhrmachergeschäftes in Florenz durch Giovanni Panerai. Dies geschah im Jahr 1860 und seit dieser Zeit entwickelte das Familienunternehmen zahlreiche patentierte Lösungen im Optik- und Uhrenbereich. 1938 wurde Panerai beauftragt, eine Taucheruhr für die italienische Marine zu konstruieren. Dies war die Geburtsstunde der Panerai Radiomir. Der Vorteil der Radiomir für die italienischen Kampftaucher bestand in der hervorragenden Ablesbarkeit der Uhr auch bei schlechtesten Sichtverhältnissen. Zu verdanken war dies den großen Ziffern und der patentierten Leuchtmasse Radiomir, die sich aus Zinksulfat und Radiumbromid zusammensetzte. Dank ihrer Unverwüstlichkeit und dem einzigartigen Aussehen wurde die Radiomir zur Legende. Officine Panerai trug dem Rechnung und produzierte ab 1993 Neuauflagen der Uhr.Zu Ehren der ersten Radiomir aus dem Jahr 1949 wurden im schweizerischen Neuchâtel, dem Produktionsstandort der Officine Panerai, die Radiomir 1940 in verschiedenen Gehäusen und Uhrwerken aufgelegt. Die Kollektion bietet eine Auswahl aus Weißgold- wie auch Rotgoldgehäusen. Zudem wenige Modelle als Chronographen gefertigt, in denen ein mechanisches Uhrwerk mit Handaufzug arbeitet, das vollständig aus dem Hause Panerai stammt. Die Uhr in Kissenform, abnehmbare Anstossschlaufen zur Armbandbefestigung (patentiert). Aufzugskrone mit Schriftzug Panerai. Handaufzug in der Historischen- sowie Automatikaufzug in der Zeitgenössischen Kollektion. Bei den Special Editions – seltene Modelle mit anspruchsvollen Funktionen einmalig limitiert. Wasserdichtigkeit gehört zu den fundamentalen Qualitätsmerkmalen einer Panerai Uhr. In Stahl, Gold und Platin.

Handgravur und Handaufzug: Hinter dem vom Besitzer selbst gravierten Boden tickt ein von Rolex geliefertes Cortébert-Kaliber

 

Stark gealtert ist dagegen das Armband, obwohl es einmal ausgewechselt wurde, wie an der nicht originalen dünnen Drahtschließe zu erkennen ist. Dass der Besitzer das Armband später nicht mehr erneuert hat, mag daran liegen, dass ein Bandwechsel bei den frühen Radiomir-Modellen aufwendig war: Man musste das Leder um die fest angeschweißten Drahtstege winden und dann vernieten oder, was häufiger vorkam, vernähen. Einen besonderen Reiz übt die Radiomir für Marinetaucher durch ihre Exklusivität aus: Nur 52 Uhrenarmband Uhrenarmband Panerai Radiomir Replik uhr Radiomir Replik Uhren dieses Typs sind nachgewiesen, und nur vier von ihnen besitzen laut Auktionshaus Dr. Crott ein Kampfschwimmerzifferblatt, das sich durch das Fehlen des „Radiomir Panerai“-Schriftzugs auszeichnet.

Demzufolge verwundert es nicht, dass bei Auktionen hohe Preise aufgerufen werden. So konnte das Mannheimer Auktionshaus die abgebildete Panerai Radiomir Kampfschwimmeruhr Replik uhr Radiomir Kampfschwimmeruhr Replik Uhr in seiner diesjährigen Mai-Auktion für stolze 89.400 Euro verkaufen. Der hohe Zuschlag zeigt: Panerai ist Kult. Und Uhren wie die Radiomir für Kampfschwimmer haben ihn begründet.

 

Fotos und Basisinformationen: Auktionshaus Dr. Crott

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