Patek Philippe: Leserreise Schweiz 2015 Japanische Bewegungsreplik

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Den passenden Abschluss der diesjährigen UHREN-MAGAZIN-Leserreise bildete der Besuch der Patek-Philippe-Manufaktur im Genfer Vorort Plan-les-Ouates und der Besuch des Patek Philippe Museums in Genf selbst. Der Abschied aus dem Vallée-de-Joux fiel nach zwei interessanten Tagen bei den Uhrmachern schwer, und noch am frühen Morgen schwärmten die Teilnehmer vom abendlichen Käsefondue in einem abgelegenen Chalet oberhalb des Hochtales.

Johannes Aicher: “Ich kann nur empfehlen, einmal bei der Leserreise mitzumachen. Es ist sehr eindrucksvoll, zu sehen, welchen Aufwand die Manufakturen betreiben, um schöne Uhren herzustellen. Zum Beispiel Audemars Piguet: Wie lange es dauert, bis ein Zifferblatt der Royal Oak fertig gestellt ist, hat mich beeindruckt.”

Kann man diese Werte nicht lernen oder nachahmen?Sie glauben gar nicht, wie oft Leute aus fremden Personalabteilungen mich gefragt haben: Wie managen Sie Ihre Werte? Wie kann ich die implementieren? Sie denken, sie können uns imitieren. Ich sage denen: Sie können unsere Werte nicht implementieren, denn die kommen aus unserer Familie, aus unserer Erziehung. Das Wort „Herkunft“ ist also nicht nur ein Schlagwort auf einem PR-Papier, es bedeutet hier etwas. Es ist real und konkret. Nicht, weil wir Genies sind. Sondern auch, weil wir Fehler gemacht haben und aus denen gelernt haben, damit wir sie nicht wieder machen. Herkunft ist wie eine Lehre, die jede Generation aufs Neue absolvieren muss.Wie stellen Sie sicher, dass der Kunde das auch schätzt?Das ist nicht einfach. Man muss es den Kunden, den Händlern, auf Messen oder anderen Veranstaltungen, wie bei unserer Jubiläumsfeier, immer wieder erzählen. Der Vertrieb ist wichtig, wir müssen eng mit den Händlern zusammenarbeiten und ihnen unsere Werte deutlich machen. Denn der Handel ist es schließlich, der es dem Endkunden erklären muss. Es reicht nicht zu sagen, dass Patek Philippe die besten Uhren macht.

Die gewählte Route nach Genf führte über den beschwerlichen Weg über den knapp 1.500 Meter hohen Marchairuz und das frühe Aufstehen wurde mit einem phantastischen Panorama belohnt. Majestätisch erhob sich der schneebedeckte Montblanc in seltener Klarheit über dem Genfer See und von diesem Anblick ganz beeindruckt verging die Fahrt zur Manufaktur von Patek Philippe 8601 Replik reibungslos und pünktlich. Nach dem obligatorischen Gruppenbild begaben wir uns in die nebenan befindliche Kleinteilebearbeitung und konnten uns von dem hohen handwerklichen Einsatz und der Detailliebe selbst überzeugen.

Oliver Corleis:
Oliver Corleis: “Die Leserreise konnte meine Begeisterung zu mechanischen Uhren vertiefen. Vor allem die Familien geführten Manufakturen begeisterten mich mit ihrer Liebe zum Detail.”

Uhren wie die Calibre 89 oder der Sky Moon Tourbillon sind Zeugen technischer Brillanz und suchen in der Welt der Uhrmacherkunst ihresgleichen. Die Unabhängigkeit des Familienunternehmens Patek Philippe garantiert die Wahrung der Werte des Hauses. Erfahrung, Genialität und Leidenschaft werden von Generation zu Generation weitergegeben, um Kunstfertigkeit und Know-How weiter zu pflegen und zu entwickeln. Tradition und kontinuierliches Innovationsstreben vereinen sich in der Philosophie des Hauses und in jeder Uhr, die in der Manufaktur hergestellt wird. Jede Einzelne ist ein Beweis für virtuose Uhrmacherkunst.Qualität ist ein Schlüsselbegriff bei Patek Philippe. Dies gilt für die Uhrwerke ebenso wie für die Ausstattung, die technische Konzeption, die korrekte Arbeitsweise der verschiedenen Funktionen und die Präzision der Uhren. Um auch hier einen Standard zu setzen, hat das Unternehmen ein eigenes Gütesiegel geschaffen, welches über die hohen Qualitätsnormen der Schweizer Uhrenindustrie noch hinausgeht. Es steht schlicht als Gütesiegel für Perfektion.Seit mehr als 175 Jahren gibt es die letzte unabhängige Genfer Manufaktur in Familienbesitz. Schon die namensgebenden Firmengründer Antoine Norbert de Patek (1839) und Jean-Adrien Philippe (1845) setzten von vornherein auf eine besonders anspruchsvolle Kundschaft. Die Uhren gelten für viele Kenner als die besten der Welt. Über 100 erteilte Patente belegen das außergewöhnliche Können wie die Innovationskraft. Patek Philippe ist seit 1932 im Besitz der Familie Stern und wird heute durch ein Direktorium aus dem Ehrenpräsidenten Philippe Stern, Präsident Thierry Stern und Generaldirektor Claude Peny geleitet. Philippe Stern prägte in den Jahren seiner Präsidentschaft die Geschichte der Manufaktur mit großen Bauprojekten zur Verstärkung der industriellen Infrastruktur und der Lancierung von außergewöhnlichen Zeitmessern wie dem Calibre 89.

In erfrischender Offenheit schilderten uns die Mitarbeiter die bis zu 180 notwendigen Arbeitsschritte, bis ein Trieb oder ein Rad den Ansprüchen von Patek Philippe genügt. Das beginnt mit dem Pressen und Brechen der Flanken, dem Polieren der Laufflächen und dem Abschrägen der Triebe, bis hin zum Abrunden der Achsen, das so gründlich erfolgt, dass es sich bei der gewährten Betrachtung unter dem Mikroskop nahezu spiegelt. Als besonderer Höhepunkt schloss sich der Austausch mit den Uhrmachern im Kundendienst an. Alle Uhren, welche älter als 40 Jahre sind, gelangen hier her. Denn bis zu diesem Zeitpunkt wurde teilweise noch nicht gestanzt und die Bauteile sind nicht einfach austauschbar. Hier sitzen die Uhrmacher wie vor hundert Jahren an den Drehbänken und fertigen die benötigten Ersatzteile wieder an. Und das nach Gehör und mit viel Gefühl. Eindrucksvoll beobachteten und hörten wir, wie unser Uhrmacher Monsieur Pernet ein Trieb nach Gehör um ein hundertstel Millimeter abdrehte. Begeistert erläuterte er uns sein Handwerk.

Paul Becker
Paul Becker: “Mich haben zwei Sachen auf der Leserreise besonders beeindruckt: Zum einen, welche Aufmerksamkeit die Marken uns entgegen gebracht haben und zum anderen, so tolle Komplikationen wie jene der Duomètre-Linie von Jaeger-LeCoultre einmal in die Hand nehmen zu können.”

Von unserer Faszination angesteckt, eröffnete er uns ein Geheimnis: In seiner mittlerweile seit 21 Jahren währenden Tätigkeit in dieser Abteilung war es sein schwärzester Tag, als nach 20 Jahren ein von ihm gefertigtes Bauteil wieder bei ihm auf dem Tisch lag, weil es repariert werden musste. Das wäre ihm bisher aber nur einmal passiert, ergänzte er seine Anekdote nicht ganz ohne Koketterie. Nach einem kurzen Mittagessen ging es in das Patek-Philippe-Museum, wo uns Frau Guilda zwei Stunden durch die drei Etagen des größten Uhrenmuseums der Welt führte. Die Privatsammlung der Familie Stern, Eigentümer von Patek Philippe, geht weit über die Firmengeschichte hinaus und zeigt eindrucksvoll anhand unbezahlbarer Schaustücke die Geschichte der europäischen Uhrmacherei. Beim schon etwas bewegenden Abschied nach drei Tagen gaben uns dann einige Teilnehmer noch ein Resümee ihrer Eindrücke.

Thorsten Wiehe
Thorsten Wiehe: “Auf der Leserreise habe ich erst so richtig erfahren dürfen, was eine mechanische Uhr eigentlich ist. Die Uhrmacher haben freundlich und offen unsere Fragen beantwortet – das hat mich überrascht. Ich kann jedem die Leserreise nur empfehlen – ich selbst plane, nächstes Jahr wieder dabei zu sein.”